LAG-Havelland - Förderung über ILE/LEADER

LEADER-Region Havelland

Teilregionen des Landes Brandenburg hatten im April 2007 die Möglichkeit, sich mit einem LEADER-Konzept (GLES) am Wettbewerb um die Bestätigung als LEADER-Gebiet zu bewerben.

Dabei war zu berücksichtigen, dass ein LEADER-Gebiet

  • als zusammenhängende Region mindestens 30.000 Einwohner haben muss und höchstens 100.000 Einwohner haben darf sowie mehrheitlich einen ländlichen Raum umfasst, 
  • auf Gemeindeebene abgegrenzt wird,  
  • eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von 50 Einwohner pro km2 nicht überschreiten soll, 
  • Bezüge zu Branchenkompetenzfeldern darstellen sowie ggf. das Umfeld eines regionalen Wachstumskerns mit einbeziehen soll, 
  • sich territorial nicht mit einem anderen LEADER-Gebiet überschneiden darf und 
  • die Gesamtstrategie und die Einzelmaßnahme in Bezug auf die demografische Entwicklung darstellen muss.

Landesweit haben sich 14 Aktionsgruppen bis 2013 als Modellregionen für die ländliche Entwicklung beworben. Am 23. November 2007 konnte Landwirtschaftsminister Dr. Woidke die neuen LEADER-Regionen offiziell bestätigen. In der EU-Förderperiode 2007 bis 2013 wird unter dem Dach von LEADER die ländliche Entwicklung in Brandenburg umgesetzt. Allen 14 Wettbewerbsteilnehmern, so auch der Region „Havelland", wurde die Urkunden zur Bestätigung ihrer LEADER-Regionen überreicht.

 

Die Region Havelland umfasst folgende Flächenkulisse:

Flächenkulisse der LAG Havelland

 

Die zum ländlichen Raum gehörenden, förderfähigen Gemeinden sind grün dargestellt. Von der Förderung ausgeschlossen sind die weißen Gemeindeflächen. Im Einzelnen sind dies:

  • Brieselang (OT Brieselang)
  • Dallgow-Döberitz (OT Seeburg, OT Ausbau, OT Dallgow, OT Döberitz, OT Engelsfelde, OT Neurohrbeck, OT Sperlingshof)
  • Falkensee Stadt (gesamtes Gemeindegebiet)
  • Nauen Stadt (Kernstadt)
  • Rathenow Stadt (Kernstadt)
  • Wustermark (OT Elstal, OT Priort, OT Wustermark, GT Dyrotz, GT Dyrotz-Luch, GT Hoppenrade-Ausbau)

 

 

GLES

Die gebietsbezogene lokale Entwicklungsstrategie (GLES) stellt die Grundlage für die Entwicklung der LEADER-Region Havelland dar. Sie orientiert sich inhaltlich an der Fortschreibung der integrierten ländlichen Entwicklungskonzeption (ILEK) unter Einbeziehung der regionalen Entwicklungskonzeption (REK) Westhavelland mit den bisherigen Projektvorschlägen.

Für die neue LEADER-Region Havelland hat die GLES zwei vorrangige Themenfelder definiert, die die Basis zur Beurteilung neuer Projektideen bilden. Das ist zum einen der Schwerpunkt „nachhaltige touristische Entwicklung", zum anderen „Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten". Entsprechend dem Bottom-up-Prinzip (zu deutsch: von der Basis ausgehend) sind alle Personen, die sich für die Entwicklung des Havellandes einsetzen wollen, aufgerufen, sich mit neuen Projektvorschlägen entsprechend der beiden definierten Schwerpunktthemen zu beteiligen und diese bei der LAG einzureichen.
Die Mitgliederversammlung der Lokalen Aktionsgruppe Havelland e.V. hat in ihrer Sitzung am 17.04.2007 dem Entwurf der GLES zugestimmt. Die kontinuierliche Fortschreibung und die Anpassung an die neuen Anforderungen der GLES erfolgen durch das Regionalmanagement - die IPG Potsdam. Die aktuelle Fortschreibung für die Jahre 2011 bis 2013 wurde auf der Mitgliederversammlung am 07. Juni 2011 beschlossen.

 

   

Anträge

Antragberechtigt sind folgende Gruppen:

  • Gemeinden und Gemeindeverbände
  • Natürliche und juristische Personen des privaten Rechts
  • Teilnehmergemeinschaften gemäß § 16 FlurbG
  • Juristische Personen des öffentlichen Rechts außerhalb der Landes- und Bundesverwaltung
  • Lokale Aktionsgruppen

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Richtlinie

LEADER:  L - Liaison E - Entre A - Action de D - Developement de I` E - Economie R - Rurale

„Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft"

Die Europäische Union bietet auch im neuen Förderzeitraum 2007-2013 Möglichkeiten zur Förderung des ländlichen Raumes. Dazu wurde das Förderprogramm LEADER initiiert, das aus dem Europäischen Landwirtschaftfonds für die ländliche Entwicklung (ELER) finanziell unterstützt wird. Die bisherigen Förderprogramme ILE und LEADER+ befinden sich in der Phase der Abwicklung. Neue Anträge können nicht mehr gestellt werden, laufende Projekte werden jedoch zu Ende geführt.

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